Kielsanierung - Rost am Kiel

Rost am Kiel – ein Problem, das Eigner im kalten Winterlager vergeblich bekämpfen.

Kombination von Strahl- und Beschichtungstechnik stoppt Korrosion!

Der Metall-Ballast-Kiel ist beschichtungstechnisch ein äußerst komplexes Bauteil. Als Material kommen hauptsächlich Gussstahl, Edelstahl und Blei zum Einsatz.

Oder auch eine Kombination mit Bleibombe und Edelstahl-Schaft. Montiert mit Bolzen, ggf. im Rezess sitzend, spricht man von einem untergebolzten Kiel. Ballast-Kiele sind komplett oder nur am Übergangsbereich mit einem Überlaminat versehen.

Je nach Kielart, Form und Kundenwunsch gibt es daher individuelle Überarbeitungstechniken, die wir nachfolgend Schritt für Schritt darstellen:

  1. Die Korrosion sitzt tief in den Lunkern des gegossenen Kiels, unerreichbar für Schleifscheibe oder Drahtbürste.
  2. Der erste wichtige Baustein der Peter Wrede-Kielsanierung erfolgt schon beim Aufslippen der Yacht: Das Schiff wird in unseren Systemböcken so gelagert, dass auch die Unterkante Kiel vollständig zugänglich ist. Der Kiel kann aus einem Guss bearbeitet werden.
  3. Die Trennung Metall-Kiel und GfK-Rumpf erfolgt konstruktionsbedingt mit einer dauerelastischen Dehnungs- /Gummifuge, die den Übergang von außen abdichtet und für eine Kielsanierung entfernt werden muss.
  4. Für das Sandstrahlen – immer Grundlage für eine erfolgreiche Kiel-Sanierung – wird das Schiff strahlfest und staubdicht verpackt, denn nur der Sandstrahl erreicht selbst tiefste Korrosions-Einfressungen, gerade beim porigen Gusseisen-Kiel und generiert im Qualitätsstandard Sa 2,5-3 den perfekten Haftgrund für das nachfolgende Epoxid-Korrosionsschutz-System.
    Lesen Sie hier mehr über Korrosion allgemein.
  5. Nach den Strahlarbeiten gleicht ein gusseisener Kiel einer Mondlandschaft: Gussfehler, ausgestrahlte Korrosionsnester und Unebenheiten treten zu Tage.
    In der Strahlanlage erfolgt die Bearbeitung bei durchgehend 20 °C, um eine Unterschreitung des Taupunktes und dem damit verbundenen Flugrost nach dem Strahlen sicher zu verhindern.
    Das Peter Wrede Korrosionsschutz-System gibt Flugrost keine Chance!
  6. In komplett trockener Umgebung wird gleich nach dem Strahlen die Oberfläche gründlich entstaubt und sofort die erste Lage Epoxid-Primer mit Pinsel und Rolle regelrecht in den durch das Strahlen aufgerauten Untergrund "einmassiert", so dass jeder noch so tiefe Lunker erreicht wird.
  7. Eine optimale Aufbereitung des Fugenbettes ist entscheidend für die lange Standzeit und Dichtheit der Gummifuge, die die Kanten der V-Naht Kielseitig vor Korrosion und Rumpfseitig vor eindringender Feuchtigkeit schützt, welche eine Unterwanderung und damit einhergehende Ablösung der Vergussmasse zur Folge hätte.
  8. Der so aufbereitete Untergrund bietet dann die Basis für die Dickschicht-Epoxidbeschichtung, welche im Airless-Spritzverfahren mit mindesten 350 Mikrometer Schichtstärke appliziert wird und selbst höchsten industriellen Korrosionschutz-Anforderungen gerecht wird. Zum Vergleich: Die Schichtstärke entspricht einem Auftrag mit Pinsel und Rolle von 12-15mal.
  9. Eine saubere Gummifuge bildet den Abschluss der Kielversiegelung.
  10. Der Korrosionsschutz ist nun perfekt und das Langzeit-Bewuchsschutz-System auf Basis selbstpolierender Antifouling wird im Airless-Spritzverfahren in zwei Gängen nass in nass aufgetragen.
    Wahlweise auch mit unserem  > Antifouling-Schichtstärken-Indikator

Kiel-Connect-System

... unsere Alternative zur herkömmlichen Kiel-Rumpf-Verbindung (Gummifuge) > Kiel-Connect-System.

Oberflächenfinish im Race-Standard

Das Oberflächenfinish für alle ambitionierten Regattasegler! Hier wird besonderes Augenmerk auf die Kontur- und Anströmungskanten gelegt, gerade in Kombination mit unserem Kiel-Connect-System zu empfehlen. 
> Kiel-Connect-System

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