Osmose-Säure Austritt aus Volllaminat

Die äußere Gelcoat-Schutzschicht aller Yachten ist nicht wasserdampfdicht.

Dadurch nimmt jeder GfK-Rumpf im Laufe der Wasserliegezeit Feuchtigkeit auf und gibt sie während der Landliegezeit wieder ab.

Minderwertiges Harz lösen sich dabei unter Feuchtigkeitsbelastung auf. Das Zersetzungsprodukt ist eine Säure, die sich konzentriert in baubedingten Hohlräumen zwischen Gelcoat und Laminat bildet.

Die Säure hat eine höhere Konzentration als das Wasser, in dem das Schiff schwimmt. Osmose beim Boot bezeichnet nun den Prozess, bei dem die Säure in ihrem Bestreben, sich zu verdünnen, Wasser von außen "ansaugt".

Die Folge: Der Druck in den säuregefüllten Hohlräumen steigt. Der Zersetzungsprozess ist dann im Gange und verläuft so lange unbemerkt, bis der Osmoseprozess den Druck in den Hohlräumen so stark ansteigen lässt, dass das Gelcoat in Form von Blasen nach außen gedrückt wird.

Durch diese typische Blasenbildung wird die Osmose am Boot erkennbar.

Hier zu sehen ist der Osmose-Säure Austritt aus dem Volllaminat.

Weitere Infos zum Thema Osmose gibt es hier: www.yachtlackierung.de/osmose-boot/

 

 

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